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Montag, 13. März 2017

Last Stop Kasachstan von Sophie Simón




Lillis einzige Sorgen im Leben sind in welche Disco sie heute gehen soll und an welchen Pool sie sich im nächsten Urlaub legen wird.
Dank Papas Kreditkarte braucht sie sich um Geld keine Gedanken machen. Als Papas Liebling schafft sie es immer wieder, ihn um ihre wohlmanikürten Finger zu wickeln, selbst als sie ihr Studium abbricht.

Deshalb scheint es auch kein Problem für sie zu werden, als sie sich bei einem feucht fröhlichen Abend mit ihrer Clique dazu verpflichtet, dorthin auf dem Landweg zu reisen, wohin der Dartpfeil landen wird – ausgerechnet Kasachstan! Doch mit Geld und einem russisch sprechendem Begleiter wird sich das schon regeln lassen, glaubt sie.

Aber die Reise wird nicht so angenehm wie erhofft und auch an ihrer Begleitung, dem zurückhaltenden Vladim, hat Lilli sehr zu knabbern. Aber sowohl das Land, als auch Vladim halten einige Überraschungen für Lilli bereit. Wie wird sie dieses Abenteuer überstehen?

Last Stop Kasachstan ist ein wunderbarer, sehr unterhaltsamer Roman / Reisebericht. Viele Male musste ich mit und über Lilli lachen. Mit ihrer Unbedarftheit, manchmal auch Naivität hat sie sich schnell in mein Herz geschlichen.
Und das, obwohl ich eigentlich so „Püppies“ nicht mag, die nur von Papas Geld leben und keine Ziele im Leben haben. Doch Lilli ist anders. Denn unter ihrer Schale verbirgt sich ein einsames Mädchen, das eigentlich wie alle nur geliebt werden möchte. Doch dies zu erkennen bedeutet für sie eine weite Reise.
Überhaupt gefällt es mir sehr gut, welche Entwicklung Lilli im Laufe der Reise macht.

Das Buch ist flüssig geschrieben und hat sehr lebhafte Protagonisten. Aber die besondere Würze hat es auch durch die vielen anderen Personen, die im Laufe der Reise den Weg von Vladim und Lilli kreuzen – ich sag nur Zugfahrt… Ich musste viel Lachen, hatte aber auch manchen Kloss im Hals – das Buch hat mich einfach gepackt und mitgenommen.

Last Stop Kasachstan hat mich sehr gut unterhalten, weshalb ich es gerne weiter empfehlen kann und dem Buch 5 glitzernde Sterne gebe.



Dienstag, 20. Dezember 2016

Huhnquerruder von Yasmin Alinaghi




Während seiner Nachtdienste stößt der Dauerstudent Ferro bei einer neuen Patientin auf ein geheimnisvolles Buch, welches sofort seine Aufmerksamkeit erregt. Da er die Besitzerin dazu nicht befragen kann, da sie im Koma liegt, fängt er an das Buch zu lesen und seine Geschichte zu ergründen.
Das Buch wurde vor vielen Jahren von einem Indianerjungen auf Reisen geschickt, um von vielen Orten der Welt und verschiedenen Menschen Geschichten aufzunehmen.

Ferro wird mit nach Indien, Venezuela, Südafrika und in die Tschechische Republik genommen und noch viele weitere Orte und von überall liest er Geschichten, die so nichts miteinander zu tun haben. Doch wie sind sie in dieses Buch gekommen? Was ist der Sinn dieser Sammlung?

Aber zum Glück bekommt er noch die Möglichkeit die Besitzerin des Buches zu fragen und sich zusammen mit ihr auf den Ursprungsort des Buches machen zu können. Wir er alle  Antworten erhalten?

Huhnquerruder – was für ein Name. Allein dieser Name hat mich schon so neugierig gemacht, dass ich dieses Buch lesen musste. Und wenn es nicht dieser Name gewesen wäre, so doch bestimmt das Cover, welches ebenso bunt und verrückt ist wie der Titel
Diese scheinbar unzusammenhängenden Geschichten aus aller Welt, dazwischen immer wieder die Erlebnisse von Ferro, machen dieses Buch zu einem kurzweiligen, sehr unterhaltsamen Lesegenuss. Zur Beruhigung sei gesagt, auch der Name löst sich auf, eines der für mich lustigsten und unterhaltsamsten Kapitel, die ich seit langem gelesen habe!

Es ist ein Buch, was ganz anders ist, al viele Bücher die ich sonst lese, denn es ist kein Liebesroman, aber eigentlich auch keine Reisebeschreibung – aber ein Buch muss ja auch nicht immer in eine Kategorie passen. Und vielleicht deshalb, hat es mich so gut unterhalten.
Ferro ist schon ein sehr eigener Typ, ohne feste Ziele im Leben. Aber auf seine Art habe ich ihn von der ersten Seite an gemocht.

Überhaupt habe ich bei dem Buch gelacht, geträumt und mich einfach nur sehr gut unterhalten gefühlt.